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Systemische Therapie und Beratung

Weiterbildungsrichtlinien des Bodensee-Institutes für die Weiterbildung "Systemische Therapie und Beratung (DGSF)" (dreijährig)

Verantwortliche LehrtherapeutInnen (siehe Team):

  • Katarina Vojvoda-Bongartz, Lehrende für Systemische Therapie (DGSF)
  • Walter Rösch, Lehrtherapeut für Systemische Therapie (DGSF)

Lehrende TherapeutInnen:

  • Margit Löchte, Systemische Therapeutin/Familientherapeutin (DGSF)
  • Prof. Dr. Wolf Ritscher, Dozent, Lehrtherapeut für Systemische Therapie (DGSF)
  • Dr. Jerzy Jakubowski,  Lehrtherapeut für Systemische Therapie (DGSF)
  • Randolf Hummel, Systemischer Therapeut (SG) 
  • Dr. med. Gerhard Dieter Ruf, Dozent, Systemischer Therapeut (SG)
  • Marika Eidmann, Lehrtherapeutin für Systemische Therapie (DGSF) 
Inhalte:
Die Weiterbildung „Systemische Therapie und Beratung (DGSF)“ des Bodensee-Institutes vermittelt aufbauend den Beginn, Verlauf und den Abschluss eines systemischen Beratungs- und Therapieprozesses. Von der theoretischen Grundlage des systemischen Denkens und Handelns ausgehend werden zunächst die Beziehungsstrukturen sowie die Kommunikations- und Organisationsformen von Familien und Systemen betrachtet.

Wir orientieren uns an dem systemisch-entwicklungsorientierten Modell von Virginia SATIR, dem systemisch-strukturellen Ansatz von Salvador MINUCHIN, der MAILÄNDER SCHULE und der HEIDELBERGER GRUPPPE um Helm STIERLIN et al. Die TeilnehmerIn wird vom Erstgespräch und der Entwicklung der Diagnose über die verschiedenen Phasen des systemischen Behandlungsprozesses bis zum Abschluss des Beratungs- und Therapieprozesses geführt.

Darüber hinaus werden neuere Entwicklungen wie die Kurzzeittherapie und der narrative Ansatz vorgestellt, die dem systemischen Ansatz wertvolle Interventionsformen bereitstellen.

Neben der besonderen Betrachtung der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Therapie- und Beratungsprozess, werden wichtige Interventionen der Paartherapie gelehrt.  

Über die gesamte Weiterbildung wird der Vorstellung von unterschiedlichen Störungsbildern und deren Genese Aufmerksamkeit gewidmet und deren Funktion im Familiensystem analysiert.

Zum Ende der Weiterbildung kommt es zu einem Vergleich mit weiteren Therapierichtungen und ihrem Nutzen für die systemische Therapie und Beratung.
Zentral in der Weiterbildung ist die Entwicklung einer therapeutischen Identität. Die TeilnehmerIn wird darin unterstützt, sich als TherapeutIn im Prozess professionell zu bewegen, ihre persönlichen Stärken und Schwächen kennen zu lernen und diese für ihre Arbeit nutzbar zu machen. Besonders hilfreich sind dabei die Selbsterfahrungsseminare, die bei der TeilnehmerIn persönliche und berufliche Weiterentwicklungen anregen.  

Zudem sind in das Curriculum Supervisionsseminare integriert, so dass die beraterische und therapeutische Praxis während der gesamten Weiterbildung kontinuierlich reflektiert wird.

Aufbau:
Das Bodensee-Institut bietet die Weiterbildung „Systemische Therapie und Beratung (DGSF)“ nach den Zertifizierungsrichtlinien der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie, Beratung und Familientherapie e.V. (DGSF) an.

Die Weiterbildung ist curricular aufgebaut. Dabei ist ein Quereinstieg möglich. Die Regeldauer des Weiterbildungsganges beträgt ca. drei Jahre, wobei die Bereiche Theorievermittlung mit praktischen Übungen, Supervision und Intervision sowie Therapie-/ Beratungspraxis in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander stehen. Sie erstreckt sich über 7 Zweitagesblöcke, 12 Viertages- und einen Fünftagesblock Die Zweitagesblöcke finden von donnerstags bis freitags oder samstags bis sonntags statt. Die Viertagesblöcke finden von donnerstags bis sonntags statt.
Die Ausbildungsgruppen bestehen aus ca.18 TeilnehmerInnen.

Das Curriculum gliedert sich in sechs Bereiche:  

1. Theorie und Methodik (300 UE)
2. Systemische Supervision (150 UE)
3. Selbsterfahrung (150 UE)
4. Therapeutische Praxis / Beratungspraxis (200 UE)
5. Intervision / Peer-Gruppenarbeit (mind. 100 UE*)
6. Literaturstudium (100 UE*)

*Diese Bereiche werden weitgehend selbständig bzw. in Eigenregie der Weiterbildungsgruppe erarbeitet und nachgewiesen.

Theorie und Methodik (300 UE):
Siehe Inhalte der Weiterbildung. 

Supervision (150 UE):
Die Supervision beinhaltet die Durchführung von einer Live-Supervision und einer Exzerpt-Supervision. Die Fallbeispiele sollen ausführlich und abgeschlossen dokumentiert sein. Der Exzerptsupervision muss ein Audio- oder Videoausschnitt beigefügt werden.

Selbsterfahrung (150 UE):
Die Selbsterfahrung wird über Triadenarbeit und jeweils einem fünftägigen Seminarblock (Familienrekonstruktion 50 UE) und einem viertägigen Seminarblock (40 UE) angeboten.

Intervision in der Peergruppe (mind. 100 UE):
Die Intervisions-/Peergruppenarbeit (mind. 100 UE) wird in regionalen Kleingruppen organisiert, durchgeführt und entsprechend in schriftlicher Form nachgewiesen. Es findet eine intensive Auseinandersetzung mit Theorie und Methodik unter Einbezug der Reflexion der Fallpraxis der TeilnehmerInnen statt.  
Dies wird methodisch insbesondere in Rollenspielen geübt.

Therapeutische Praxis / Beratungspraxis (200 UE):
Die TeilnehmerInnen führen (bis spätestens zwei Jahre nach Beendigung der
Weiterbildung) mindestens 200 Beratungs- bzw. Therapiestunden unter begleitender Supervision durch. Hiervon müssen 30% mit Paaren oder Familien durchgeführt werden. Die für die jeweilige Sitzung zentralen Prozesse und Interventionen müssen in Protokollen dokumentiert werden. Die TeilnehmerInnen weisen vier ausführlich dokumentierte, abgeschlossene therapeutische bzw. beraterische Prozesse nach, von denen einer mind. 10 Sitzungen umfasst.

Literaturstudium (100 UE):
In den Peergruppen sollen zusätzlich zu ausgewählten Themen Kurzreferate gehalten werden.

Abschluss und Zertifikat:
Der Abschluss der Weiterbildung erfolgt über ein Kolloquium. Die TeilnehmerInnen erhalten bei erfolgreichem Abschluss ein Zertifikat des Bodensee-Instituts.
Dieses können die TeilnehmerInnen bei der DGSF eingereichen, um den Titel „Systemische TherapeutIn/ FamilientherapeutIn (DGSF)“ zu erwerben.

Das ausführliche Curriculum erhalten Sie auf Anfrage

Eingangsvoraussetzungen: 

    1. Die Weiterbildung richtet sich an AbsolventInnen eines sozial-, geistes- und humanwissenschaftlichen Studiums wie z.B. Psychologie, Sozialarbeit, Sozialpädagogik, Medizin, Lehramt, etc. In begründeten Fällen sind Ausnahmen möglich.
    2. Praxiserfahrung im psychosozialen Bereich.
    3. Möglichkeit zur Umsetzung systemischer/famlientherapeutischer Vorgehensweisen.    
    Es ist notwendig, dass die Institutsleitung über psychische und körperliche Beeinträchtigungen der TeilnehmerIn vor Vertragsabschluss informiert wird.

    Anmeldung:
    Die Anmeldung erfolgt über das Anmeldeformular und eine schriftliche Bewerbung.  Mit jeder TeilnehmerIn  wird ein Vertrag über die berufliche Weiterbildung abgeschlossen. Dem Anmeldeformular legen Sie bitte folgende Bewerbungsunterlagen bei: Lichtbild, Lebenslauf, Abschlusszeugnis, bisherige Aus- und Weiterbildungen, derzeitige Tätigkeit, Ihre Ziele, die Sie mit der Weiterbildung erreichen möchten.

    Kosten:
    Die Weiterbildung kostet insgesamt 7920 € (zzgl. Kost und Logis für den fünftägigen Selbsterfahrungsblock, s.o.) und kann in 36 monatlichen Raten à 220 € bezahlt werden. Die Kosten werden per Dauerauftrag beglichen.

    Hinweis: Für 2012 können Sie bei Erfüllung der Voraussetzungen 500 €  Bildungsprämie aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und aus dem Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union (ESF) geltend machen. Weitere Informationen: www.bildungspraemie.info

    Seminarort:
    Die Weiterbildung findet in unseren Seminarräumen in der Radolfzeller Altstadt (Seestraße 17, 78315 Radolfzell) statt. Drei Etagen, die oberste mit Seesicht, bieten viel Platz für differenziertes Lernen und praktisches Arbeiten.

    Beginn der nächsten Weiterbildung:
    • 26. Januar 2012 (Th. 2012)
    • 17. Januar 2013 (Th. 2013)

    Genauere Informationen zur Weiterbildung unter 07732-822216

    Informationsveranstaltungen zur Weiterbildung:
    Donnerstag, 28. Juni 2012 von 17.30 Uhr bis ca. 20.00 Uhr

    Ort: Seestraße 17 in 78315 Radolfzell (Seminarräume)


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